Wie mache ich mein Motorrad winterfest?

Gerade kurz vor dem Winter sollte man sich daran machen, das Motorrad einzumotten, denn schließlich steht die Maschine in der kalten Jahreszeit über einen längeren Zeitraum. Hierbei muss mit großer Sorgfalt vorgegangen werden, um zu verhindern, dass die Maschine im Frühjahr beschädigt ist.

Motorrad winterfest machen – die einzelnen Arbeitsschritte
Bevor Sie Ihre Maschine einmotten, muss das Motorrad erst mal komplett gereinigt werden. Dabei sollten Sie nicht mit dem Hochdruckreiniger arbeiten. Warum ist schnell erklärt, durch den hohen Druck können elektrische Steckverbindungen genauso beschädigt werden, wie Lager oder gar Dichtungen. Reinigen Sie Ihr Motorrad besser mit einem Eimer und einem Schwamm. Hierbei haben Sie gleichzeitig die Gelegenheit sich eventuelle Lackschäden gleich näher anzusehen. Zudem sollten Sie einen Blick darauf werfen, ob eventuell Öl austritt.
Nach dem Sie Ihr Motorrad gereinigt haben, müssen Sie unbedingt mit viel kaltem Wasser nachspülen, da sich das Reinigungsmittel über den Winter durch die empfindlichen Lackoberflächen Ihres Motorrads fressen kann. Erst nach dem Ihre Maschine komplett getrocknet ist, können Sie das Motorrad für die lange Ruhephase präparieren.

  1. Wechseln Sie das Motorenöl Ihres Motorrads
    An sich sind die Verbrennungsrückstände, die sich über das Jahr im Öl angesammelt haben kein Problem. Doch ist ein Ölwechsel am Ende des Jahres sinnvoller, da man im Frühjahr gleich durchstarten kann.
  2. Der Tank des Motorrads
    Wer ein Motorrad mit einem Stahltank fährt, sollte die Maschine vor dem Winter noch einmal komplett volltanken, um eventueller Korrosion keinen Spielraum zu lassen. Fährt man ein Motorrad mit einem Aluminium- oder Kunststofftank, muss der Tank über dem Winter komplett leer sein. Dadurch schließen Sie eine Überalterung des Kraftstoffs aus, wodurch die zündfähigen Bestandteile des Benzins entweichen.
  3. Der Vergaser
    Fahren Sie eine Maschine mit einem Vergaser, müssen die Schwimmerkammern komplett leer gemacht werden. Dadurch schließen Sie Ablagerungen im Vergaser aus. Des Weiteren ist abgestandener Benzin ein Problem, da veralteter Kraftstoff überhaupt nicht mehr zünden kann.
  4. Die Motorradbatterie
    Steht Ihr Motorrad während dem Winter im freien, sollten Sie die Batterie aus dem Motorrad entfernen, um Sie an einem kühlen und trockenen Ort zu lagern. Wie Sie mit der Motorrad Batterie umgehen müssen, können Sie hier nachlesen.

    Haben Sie in Ihrer Maschine eine wartungsfreie Batterie verbaut, dürfen Sie das Gehäuse auf keinen Fall öffnen. Bei Säure-Blei-Motorradbatterien müssen Sie regelmäßig prüfen, ob in der Batterie noch genügend destilliertes Wasser enthalten.

    Natürlich sollte von dem Einlagern des Motorrads auch der Frostschutz überprüft, die Kette gereinigt und der Lack mit speziellen Pflegemitteln behandelt werden.