Was kaum jemand über Oberstdorf weiß

Der südlichste ganzjährig bewohnte Ort Deutschlands besteht heute aus einem einzigen bewohnten Haus, einem Berggasthof im Stillachtal. Solche Einzelheiten liegen in Oberstdorf an vielen Stellen versteckt: Hinter bekannten Namen stehen Tatsachen, die in keinem Prospekt vorkommen. Der Mann, nach dem die Skiflugschanze benannt ist, baute die Sprunganlagen für gleich fünf Olympische Winterspiele. Der Aufzug an der Schanze fährt nicht senkrecht, sondern schräg hinauf, und ein Sturz von 1970 ging als Sinnbild der Niederlage durch die Fernsehsender der Welt.

Oberstdorf zählt rund 9.300 Einwohner und wird gern an Zahlen gemessen, an Gipfelhöhen, Sprungweiten und Gehzeiten. Hinter diesen Werten stehen Menschen und Entscheidungen, die den Ort geformt haben. Jahreszahlen, Höhen und Wege lassen sich prüfen, und sie zeichnen das Bild einer Gemeinde, die mehr enthält als Postkartenmotive. Manche Fakten stehen in keiner Zeitleiste, weil sie zu klein sind, andere sind so groß, dass sie auf Plakaten stehen und trotzdem kaum jemand bemerkt, was sie bedeuten. Die vier Schauplätze, um die es hier geht, liegen alle in derselben Gemeinde, und keiner steht für eine Rangfolge, denn jede Geschichte lässt sich für sich erzählen.

Einödsbach, der Weiler am Ende der Straße

Rund zehn Kilometer südlich des Ortskerns, im Stillachtal, liegt Einödsbach. Die Höhe liegt bei gut 1.100 Metern, genaue Angaben schwanken von Quelle zu Quelle. Für einen Ort mit Dauerbewohnern ist das eine Höhe, auf der der Winter früh beginnt und spät endet. Früher standen dort drei Häuser, die das ganze Jahr bewohnt waren, und in der Katharinenkapelle fanden regelmäßig Gottesdienste statt, heute ist es still geworden, denn nur der Berggasthof ist noch bewohnt. Die Geschichte des Weilers lässt sich in wenigen Daten zusammenfassen, die bei einer Handvoll Häusern erstaunlich klingen.

  • Anfang des 16. Jahrhunderts erstmals schriftlich erwähnt, damals drei Häuser und eine Kapelle
  • 1808 selbstständige Gemeinde
  • Heute ist nur noch der Berggasthof bewohnt
  • Der Gasthof ist seit rund 150 Jahren in Familienbesitz

Der Weg dorthin gehört zur Besonderheit, denn wer nach Einödsbach will, muss den Motor abstellen und gehen. Autos enden am Parkplatz der Fellhornbahn, von dort fährt ein Bus nach Birgsau, und den Rest erledigen Besucher zu Fuß: Etwa eine Stunde dauert der Marsch durch das Stillachtal. Von Einödsbach führen Wege weiter durch das Bacherloch zum Waltenberger Haus auf 2.084 Metern, die Wanderung dauert rund dreieinhalb Stunden. Bei einem Höhenunterschied von knapp 1.000 Metern ergibt das einen Anstieg von etwas weniger als 280 Metern in der Stunde, denn 971 geteilt durch 3,5 ergibt diesen Wert.

Heini Klopfer, der Mann hinter den Schanzen

Auf dem Schild der Skiflugschanze steht ein Name, den nur wenige einordnen können. Heinrich Klopfer wurde am 3. April 1918 geboren und starb am 18. November 1968 in Oberstdorf, er wurde also 50 Jahre alt. Als Skispringer scheiterte er mit 17 Jahren an der Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 1936. Nach dem Zweiten Weltkrieg bildete er mit Sepp Weiler und Toni Brutscher das Oberstdorf Jumping Trio und wandte sich dem Schanzenbau zu. Als Architekt entwarf oder beriet er bei mehr als 250 Schanzen und gestaltete die Rekonstruktion der Holmenkollbakken in Oslo, der traditionsreichen Schanze der norwegischen Hauptstadt.

Am meisten fällt auf, wie viele Spiele Klopfer begleitete: Er entwarf alle Olympiaschanzen von 1960 bis 1976, das sind die Winterspiele von 1960, 1964, 1968, 1972 und 1976, also fünf Stück in 16 Jahren. Beim Internationalen Skiverband war er technischer Kommissar für Skispringen, und die Skiflugschanze in Oberstdorf trägt seit 1970 seinen Namen, zwei Jahre nach seinem Tod. Ein Architekt, der fünf Olympiaden mit Schanzen versorgte, prägte ein Vierteljahrhundert des Skisports, vom Wiederaufbau nach 1945 bis zu den Spielen der Siebzigerjahre. Wie stark er das Skispringen formte, zeigt sich weniger in Preisen als in Anlagen, die bis heute genutzt werden.

Der Schrägaufzug und ein Sturz mit Folgen

Die Skiflugschanze hat eine Eigenheit, die auf Fotos leicht untergeht: Ein diagonales Aufzugssystem führt Besucher bis zur Spitze der Anlage. Die Fahrt verläuft also nicht senkrecht wie in einem gewöhnlichen Lift, sondern schräg den Hang hinauf. Von Oberstdorf aus sind es etwa sieben Kilometer bis zur Anlage, und die schräge Fahrt vermittelt vom ersten Meter an, wie steil eine Schanze gebaut ist. Der Blick von oben zeigt, wie lang der Weg vom Absprung bis zum Aufsprung wirkt, auch wenn Springer ihn in wenigen Sekunden zurücklegen.

Zur Geschichte der Schanze gehört außerdem ein Sturz, den ein Millionenpublikum kennt, ohne zu wissen, wo er geschah. 1970 stürzte der Springer Vinko Bogataj bei einem Sprung, und die Aufnahmen liefen in der amerikanischen Sendung Wide World of Sports unter dem Titel The Agony of Defeat, was sich mit Qual der Niederlage übersetzen lässt. Der Titel wurde zu einem feststehenden Begriff für das Scheitern im Sport. Das Jahr 1970 ist zugleich das Jahr, in dem die Anlage den Namen von Heini Klopfer erhielt, und beide Ereignisse hängen so in der Geschichte der Schanze eng beieinander.

Eis, Sommer und der Schrofenpass

Der Eindruck vom reinen Schneeort übersieht, dass im Eiskunstlaufzentrum das ganze Jahr gearbeitet wird. Die Nebelhorn Trophy, ein jährlicher Wettbewerb im Eiskunstlauf, trägt den Namen des Berges über dem Ort in die Welt. Im Mai findet in Oberstdorf einer der beiden Wettbewerbe der Internationalen Eislaufunion für Erwachsene statt, bei denen die Teilnehmer mindestens 28 Jahre alt sein müssen. Ein Bergort, der im Frühjahr einen Wettkampf für Erwachsene ausrichtet, passt schlecht zum Bild vom reinen Winterort und gut zu einer Gemeinde, die ihre Termine über das ganze Jahr verteilt. Das Eis liegt unter Dach, die Termine liegen dort, wo draußen noch Schnee liegt oder bereits Wiesen grünen.

Auch für Radfahrer ist Oberstdorf ein Ausgangspunkt: Mountainbiker starten hier ihre Transalp-Tour über den Schrofenpass. Einödsbach, Schanze und Eisbahn liegen damit in derselben Gemeinde, in der auch die Radfahrer aufbrechen, und die Radroute beginnt in einem Ort, der zugleich Schauplatz von Weltcup und Tournee ist. Der Ort ist größer, als ein einzelnes Bild zeigen kann, und seine Überraschungen liegen häufig nur wenige Kilometer vom Marktplatz entfernt, auf einem Weg, einem Aufzug oder einer Eisfläche. Die Gegend im Sommer, im Winter und im Frühjahr zu erleben, zeigt jedes Mal ein anderes Oberstdorf.

Warum Oberstdorf als Wintersportort so bekannt wurde

Kaum ein anderer Ort in Deutschland vereint eine Tournee-Schanze, eine Skiflugschanze und ein Zentrum für Eiskunstlauf an einer Stelle, und genau darin liegt die kürzeste Antwort auf die Frage, wie ein Ort mit rund 9.300 Einwohnern zum Begriff werden konnte. Jeweils im Dezember vor Neujahr findet auf der Schattenbergschanze, einer Großschanze, der erste Teil der Vierschanzentournee statt. Dazu kamen drei Nordische Ski-Weltmeisterschaften in den Jahren 1987, 2005 und 2021, mehrere Etappen der Tour de Ski und drei Junioren-Weltmeisterschaften im Eiskunstlauf.

Bekannt wurde Oberstdorf damit über Bilder, die Jahr für Jahr in Fernsehen und Zeitungen auftauchen: Springer im Flug über dem Schanzentisch, Läufer im Schnee, Eiskunstläufer auf der Bahn. Der Begriff Bekanntheit lässt sich dabei an drei Dingen festmachen: an Terminen, an Anlagen und an Bildern. Keines dieser Ereignisse allein hätte den Namen so verbreitet, erst die Mischung aus mehreren Sportarten mit regelmäßigen Terminen hat ihn zu einem festen Begriff gemacht. Wie diese Mischung aufgebaut ist, welche Grenzen der Winterruf hat, wie sich die Häufigkeit der Großereignisse berechnen lässt und warum die Anlagen stetig wachsen, behandeln die folgenden Abschnitte der Reihe nach.

Drei Bühnen auf engem Raum

Die erste Bühne ist die Schattenbergschanze, die als Großschanze den Auftakt der Vierschanzentournee ausrichtet. Weil das Springen jedes Jahr vor Neujahr stattfindet, bildet es einen festen Punkt im Kalender, auf den Fans, Springer und Veranstalter zuarbeiten, weil hier die Tournee beginnt. Die zweite Bühne liegt rund sieben Kilometer südlich des Ortes: die Heini-Klopfer-Skiflugschanze, eine von nur fünf Anlagen weltweit, auf denen Skifliegen möglich ist. Der Hillrekord steht bei 242,5 Metern, aufgestellt von Domen Prevc am 20. März 2022 im Weltcup.

Die dritte Bühne ist die Eisfläche. Das Eiskunstlaufzentrum verfügt über drei überdachte Eisbahnen und gilt unter europäischen Läufern als beliebtes Trainingsziel, und Oberstdorf war Gastgeber von drei Junioren-Weltmeisterschaften, 1982, 2000 und 2007. Zwölf Mal fanden außerdem die Deutschen Meisterschaften im Eiskunstlauf hier statt. Wintersport im Freien, auf der Schanze und auf dem Eis: Diese Schauplätze liegen in einer einzigen Gemeinde, und jeder bringt eigene Zuschauer mit, die den Namen des Ortes in ihren Kreisen weitertragen. Hinzu kommt die Tour de Ski, von der mehrere Etappen in Oberstdorf stattfanden, und all diese Termine ergeben zusammen ein Jahresprogramm im Winter, das weit über einen einzelnen Wettkampf hinausgeht.

Wo der Ruf des Winters an Grenzen stößt

Die Winterbilder erzählen nur einen Teil der Geschichte. Ein Ort, der vor allem als Sportstätte bekannt ist, muss im Sommer anders auftreten, und das gelingt Oberstdorf mit Bergen, Tälern und Wanderwegen. Wie hoch die Gipfel über dem Ort aufragen, rechnet der Beitrag über Oberstdorf als südlichstes Reiseziel Deutschlands vor, und die Schlucht der Breitach beschreibt der Text über die Breitachklamm bei Oberstdorf. Auch ohne Wettkampf finden Besucher also Gründe für eine Reise. Ein Ort mit so engem Winterprofil muss die übrigen Monate eigens füllen, und ohne Bahnen, Wege und Täler bliebe von Mai bis Oktober wenig, was Gäste anzieht und länger im Ort hält.

  • Der Tournee-Auftakt dauert nur wenige Tage im Jahr, danach ziehen die Springer weiter
  • Die Skiflugschanze steht außerhalb des Ortskerns, etwa sieben Kilometer entfernt
  • Die Weltmeisterschaften folgen im Abstand von 16 bis 18 Jahren, dazwischen tragen Weltcup und Tournee den Namen
  • Im Sommer fehlen Wettbewerbe dieser Größe, dann tragen Wandern und Bergbahnen den Ruf

Dass der Ruf im Sommer von anderen Dingen getragen wird, zeigen die drei Bahnen des Ortes: die Nebelhornbahn, die auf einen Gipfel von 2.224 Metern führt, die Fellhornbahn mit einer Mittelstation am Schlappoldsee und die Söllereckbahn bei Kornau. Auf den Wegen darunter beginnen Touren, die der Beitrag über das Wandern rund um Oberstdorf in fünf Beispielen vergleicht. Der Winter liefert die Schlagzeilen, der Sommer die Ruhe, und beide Jahreszeiten zusammen halten den Namen im Gespräch.

Sechs Großereignisse in 39 Jahren

Wie dicht die Folge der Ereignisse ist, lässt sich einfach errechnen. Zählt man die sechs Weltmeisterschaften zusammen, die Oberstdorf seit 1982 ausgerichtet hat, ergibt sich ein Rhythmus, der zeigt, dass der Ort nie lange aus den Sportberichten verschwand. Dabei sind die Tournee-Auftakte jedes Jahres und die Weltcup-Wettbewerbe noch gar nicht eingerechnet, weil sie sich ohnehin Jahr für Jahr wiederholen und den Durchschnitt weiter verdichten würden.

  1. Großereignisse auflisten: Eiskunstlauf Junioren 1982, 2000, 2007 und Nordische Ski-Weltmeisterschaften 1987, 2005, 2021
  2. Zeitspanne bestimmen: von 1982 bis 2021 sind es 39 Jahre
  3. Zahl der Ereignisse zählen: sechs
  4. Teilen: 39 geteilt durch 6 ergibt 6,5 Jahre im Durchschnitt zwischen zwei Ereignissen

Ein Blick auf die Weltmeisterschaften im Nordischen Skisport zeigt einen gleichmäßigeren Abstand: Von 1987 bis 2005 vergingen 18 Jahre, von 2005 bis 2021 nur 16. Ein Veranstalter, der alle 16 bis 18 Jahre eine Weltmeisterschaft ausrichtet, hat Anlagen, die laufend modernisiert werden müssen, und Zuschauer, die bei jeder neuen Austragung auf vertrautes Terrain treffen. Auch das trägt zur Bekanntheit bei, denn wer den Ort einmal im Fernsehen gesehen hat, erkennt ihn Jahre später wieder. Seit der letzten Weltmeisterschaft von 2021 sind im Jahr 2026 fünf Jahre vergangen. Rechnet man die jährlichen Tournee-Auftakte hinzu, kommen in der Spanne von 1982 bis 2021 etwa 40 weitere Wettkämpfe zusammen, auf jedes der sechs Großereignisse also im Schnitt mehr als sechs reguläre Springen.

Warum Schanzen wachsen und Namen bleiben

Dass Oberstdorf als Wintersportort im Gedächtnis bleibt, hat auch mit der Technik zu tun, die ständig mitwächst. Die Skiflugschanze begann 1950 als Holzschanze, die heutige Anlage stammt aus den Jahren 1972 und 1973. Danach wurde sie mehrfach umgebaut, 1997, 2007 und zuletzt 2016 und 2017. Frühere Fassungen kamen auf Kritische Punkte von 144, 165, 182 und 185 Metern, die heutige liegt bei 200 Metern. Das sind 56 Meter mehr als bei der kleinsten der genannten Fassungen, gerechnet 200 minus 144, also ein Plus von knapp 39 Prozent.

Beim letzten Umbau wurde der Absprung um sieben Meter nach hinten und fünf Meter nach oben verlegt, die Hillsize liegt heute bei 235 Metern. Der Rekord von 242,5 Metern liegt 42,5 Meter hinter dem Kritischen Punkt von 200 Metern, und er zeigt, wie weit sich die Technik von der Holzschanze der Anfangsjahre entfernt hat. Die Anfänge stehen im Beitrag zur Geschichte Oberstdorfs von 1141 bis zum Kurort, der 1950 als Jahr des ersten Sprungs nennt. Dass ein Ort diese Entwicklung über sieben Jahrzehnte begleitet, macht ihn für Veranstalter verlässlich. Die Bilder aus Oberstdorf zeigen jedes Mal Anlagen, die dem Stand der Zeit entsprechen.

Das Leben der Älpler auf einer Allgäuer Sennalpe

Von unten betrachtet wirkt eine Sennalpe wie eine Hütte mit Kühen davor, und genau dieser Eindruck täuscht. Dahinter arbeitet ein kleiner Betrieb, der in wenigen Sommermonaten Milch gewinnt, Käse kocht, Butter rührt, Weiden pflegt und Tiere betreut. Auf den Alpen der Hörnerdörfer im Oberallgäu beginnt die Sömmerung in den tieferen Lagen schon Mitte Mai, auf den höheren Alpen meist erst im Juni, wenn der Schnee verschwunden ist und das Gras hoch genug steht. Bis zum Viehscheid im Herbst vergehen rund 100 Tage Arbeit, und der Tag der Heimkehr, den das Dorf feiert, ist nur das Ende dieser langen Zeit.

Die Menschen dort oben heißen Älpler, der Chef der Käserei trägt den Titel Senn. Eine Stechuhr gibt es nicht, einen Ersatz bei Wetterumschwung ebenso wenig. Das Vieh gehört meist nicht den Älplern: Der Alpmeister verteilt die Tiere der Bauern so auf die Alpen, dass jede Alpe richtig besetzt ist, und am Ende des Sommers sollen alle gesund ins Tal zurückkehren. Eine Kuh, meist vom Allgäuer Braunvieh, wiegt etwa sieben Doppelzentner. Eine Herde von 40 Milchkühen bringt damit rund 28 Tonnen auf die Waage, rechnerisch 40 mal 0,7 Tonnen. Was auf einer Sennalpe von früh bis spät geschieht, wie zwei Alpen im Zahlenvergleich dastehen und warum sich der Milchbetrieb in der Höhe zurückzieht, erklären die folgenden Abschnitte.

Was auf einer Sennalpe zu tun ist

Das Herz einer Sennalpe ist die Milch. Gemolken wird morgens und abends, und bei den Sennalpen mit geschützter Herkunft stammt die Milch ausschließlich von der eigenen Alpe. Die Abendmilch wird in der Regel abgerahmt, der abgeschöpfte Rahm bildet das Rohmaterial für die Butter. Der Rest wandert in den Kupferkessel, wo der Senn aus der Milch Käse kocht. Auf der Alpe Schattwald im Rohrmoostal geschieht das noch auf offenem Feuer, und die Molke, die dabei übrig bleibt, geht an die Schweine. Aus den Schweinen entstehen später Wurst und Schinken, ein kleiner Kreislauf, in dem fast nichts verloren geht.

  • Rinder hüten und die Herde über die Weiden verteilen
  • Kühe melken, Käse kochen und Butter machen
  • Weidezäune bauen und Unkraut jäten, damit die Lichtweiden offen bleiben
  • Schweine mit Molke füttern
  • Wanderer mit Brotzeit, Kaffee und Kuchen versorgen

Diese Aufgaben laufen nebeneinander her und lassen sich nicht verschieben. Das Wetter folgt keinem Plan: Matsch, Kälte und Gewitter gehören zum Bergsommer, und wer allein oben ist, trifft Entscheidungen ohne Rückfrage. Auf kleinen Alpen teilt sich meist eine Familie die Arbeit, auf größeren kommen Hirten und Helfer dazu. Die Arbeit im Kessel richtet sich nach der Milch, die Pflege der Weiden nach der Jahreszeit, und die Betreuung der Tiere hört nie auf, solange sie oben stehen. Eine Sennalpe mit geschützter Herkunft muss zudem bei der Landwirtschaftsverwaltung in Kempten und beim Alpwirtschaftlichen Verein im Allgäu angemeldet sein, damit der Käse später nachvollziehbar bleibt.

Zwei Allgäuer Sennalpen im Zahlenvergleich

Wie unterschiedlich Sennalpen ausfallen, zeigen zwei Beispiele aus den Hörnerdörfern. Die Alpe Ornach bei Bolsterlang liegt auf 1.390 Metern und gehört mit 40 Milchkühen auf 70 Hektar Alpfläche zu den kleineren Betrieben. Rund 600 Liter Milch kommen dort pro Tag zusammen, die zu Bergkäse, Schnittkäse, Kräuterkäse und Butter verarbeitet werden. Teilt sich die Tagesmenge durch die Zahl der Kühe, ergeben sich 15 Liter je Kuh. Anders sieht es auf der Alpe Schattwald bei Obermaiselstein aus: Die Alpe liegt tiefer, auf 1.050 Metern, ist mit 150 Hektar mehr als doppelt so groß und beherbergt rund 250 Jungrinder, die sogenannten Schumpen, dazu nur neun Milchkühe.

AngabeAlpe OrnachAlpe Schattwald
Höhe1.390 m1.050 m
Alpfläche70 ha150 ha
Tiere40 Milchküherund 250 Jungrinder und 9 Milchkühe
Fläche je Tier1,75 ha je Milchkuhetwa 0,58 ha je Tier
ErzeugnisseBergkäse, Schnittkäse, Kräuterkäse, ButterBerg und Alpkäse, Weichkäse, Butter

Die beiden Alpen zeigen zwei Typen. Ornach ist eine Milchalpe mit 1,75 Hektar Weidefläche je Kuh, denn 70 geteilt durch 40 ergibt diesen Wert. Auf Schattwald kommen bei 259 Tieren insgesamt nur gut ein halbes Hektar auf jedes Tier, 150 geteilt durch 259 ergibt 0,58. Der Käse entsteht auf beiden Alpen im Kessel, und die Älpler pflegen ihn von Hand. Die Alpe Schattwald ist seit dem Jahr 1498 als Alpe belegt, dort wird also seit über einem halben Jahrtausend gealpt, gerechnet 2026 minus 1498 gleich 528 Jahre. Zu Fuß dauert der Weg zur Alpe Schattwald entlang der Starzlach etwa eineinviertel Stunden, nach Ornach führt von Bolsterlang ein Aufstieg von ungefähr einer Stunde.

Weshalb immer weniger Alpen Milchkühe tragen

Eine Sennalpe mit eigener Käserei verlangt viele Hände und feste Gebäude, deshalb haben sich in den vergangenen Jahrzehnten die Betriebe verändert. Im bayerischen Alpenraum stellen Besitzer Milchviehalpen zunehmend auf Galtvieh um, also auf Tiere ohne Milch. Das spart Personal, hat aber Folgen: Wo weniger Menschen oben sind, leidet die Weidepflege, und die Wiesen verlieren mit der Zeit an Qualität. Hinzu kommen die Kosten. Berglandwirtschaft hat höhere Investitionen, kleinere Betriebsgrößen und mühsamere Arbeit als im Flachland, und viele Alpen kommen ohne öffentliche Förderung nicht aus. In Bayern fließen dafür jährlich Millionen Euro, der Wegebau wird mit bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten gestützt.

Auch das Wetter verändert die Rechnung. Das Gras beginnt in den Bayerischen Alpen etwa drei Wochen früher zu wachsen als in den 1960er Jahren, und Sommertrockenheit zwang in den Jahren 2003 und 2015 manche Alpen zum vorzeitigen Abtrieb. Für Sennalpen mit geschützter Herkunft gelten feste Anforderungen: mindestens 80 Weidetage zwischen Mai und Oktober, mindestens 5 Hektar Lichtweide und ein Bestand von mindestens 10 Großvieheinheiten. Silage ist dort verboten, es gibt nur frisches Gras und Heu. Diese Regeln halten die Qualität hoch, verkleinern aber den Kreis der Alpen, die den Titel tragen dürfen.

Was den Beruf des Älplers ausmacht

Älpler zu sein, hat wenig mit Aussteigen zu tun. Es bedeutet Pflichtgefühl gegenüber Tieren, Menschen und einer Kulturlandschaft, die ohne Beweidung zuwachsen würde. Die offenen Lichtweiden und die artenreichen Wiesen entstehen nur, solange Rinder dort grasen und jemand Zäune baut, Unkraut jätet und die Tiere im Blick behält. Das Ergebnis wirkt von unten wie Natur, ist aber Handarbeit, die jedes Jahr neu geleistet werden muss. Der Alpsommer endet mit dem Viehscheid, doch die Folgen der Arbeit bleiben: offene Hänge, gepflegte Wege, Käse im Keller.

Der Beruf verlangt eine Mischung aus Landwirt, Käser, Gastgeber und Wetterkundigem, und er lässt sich meist nur auf Zeit ausüben. Im Herbst liegt hinter den Älplern, was kaum ein anderer Sommerjob verlangt: lange Zeit allein, Verantwortung für fremde Tiere und Entscheidungen bei jedem Wetter, die sich nicht weiterreichen lassen. Im Sommer 2022 konnten zwei Gäste im Programm Senn auf Zeit jeweils fünf Tage Älplerleben im Naturpark Nagelfluhkette erleben, bei allen Arbeiten mithelfen und ein Tagebuch führen. Das Ergebnis solcher Tage ist meist dasselbe: Ein Alpsommer hat mit Urlaub wenig gemein, er besteht aus Arbeit im Rhythmus der Tiere.

Die Geschichte Oberstdorfs von 1141 bis zum Kurort

Oberstdorf ist heute ein Urlaubsort mit Bahnen, Schanzen und einem Zentrum, in dem Gäste durch autofreie Straßen schlendern. Dass der Ort so aussieht, wie er aussieht, hat mit einem einzigen Tag im Mai 1865 zu tun, an dem ein Großfeuer mehr als 140 Häuser zerstörte. Vorher war Oberstdorf ein Bergdorf mit Bauernhäusern, einem Markt, einer Kirche und einem Rathaus, geprägt von Holzbauten und engen Gassen. Danach kam 1888 die Eisenbahn, und der Weg vom abgelegenen Dorf zum Kurort und Wintersportzentrum begann.

Die Geschichte des Ortes reicht weit zurück. Schon in der Steinzeit und in römischer Zeit war das Gebiet besiedelt, nach dem Abzug der Römer im dritten Jahrhundert zogen germanische Gruppen ein, die später Alemannen genannt wurden. Eine Urkunde von 1141 nennt Oberstdorf zum ersten Mal, und zwar zusammen mit der Weihe der ersten Pfarrkirche. Ab dann lassen sich Rechte, Bauten, Brände und Feste Jahr für Jahr verfolgen, und das Bild einer Gemeinde entsteht, die sich immer wieder neu aufgestellt hat. Die folgenden Abschnitte gehen die Jahrhunderte der Reihe nach durch und zeigen, welche Ereignisse den Ort bis heute prägen.

1141 bis 1495 vom Dorf zum Markt

Mit der ersten Nennung im Jahr 1141 beginnt die schriftliche Geschichte. In diese Zeit fällt auch die erste Weihe der Pfarrkirche. Das Leben im Dorf war bäuerlich geprägt. Landwirtschaft und Viehzucht bildeten die Grundlage, und die Höfe lagen verstreut im Talboden und an den Hängen. Doch schon im 15. Jahrhundert entstanden Einrichtungen, die auf eine wachsende Gemeinde hinweisen: 1476 sind ein Tanzhaus und ein Dorfgericht belegt, 1483 wird der Lindenacker erwähnt, der vermutlich der Platz der alten Gerichtslinde war.

Einen großen Sprung brachte das Jahr 1495. König Maximilian verlieh Oberstdorf das Marktrecht und die hohe Gerichtsbarkeit. Für die Menschen hatte das ganz praktische Folgen: Die Bewohner mussten damit nicht mehr rund 15 Kilometer nach Sonthofen gehen, wenn sie Waren brauchten, die sie nicht selbst herstellen konnten. Der Markt machte den Ort zum Mittelpunkt des Tals. Wenige Jahre später, 1518, wurde in Tiefenbach ein Bad an einer Schwefelquelle errichtet, Ursprung des späteren Kurwesens. Zwischen der ersten Nennung und dem Marktrecht liegen 354 Jahre, zwischen Marktrecht und Bad nur 23. Die Entwicklung beschleunigte sich also, sobald der Ort Rechte und Handel erhalten hatte.

Zeitleiste der wichtigsten Jahre

  1. 1141: erste urkundliche Nennung
  2. 1495: Marktrecht durch König Maximilian
  3. 1518: Bad an der Schwefelquelle in Tiefenbach
  4. 1619: Bau des Alten Rathauses
  5. 1634 bis 1638: Pest und danach eine Kapelle für die Vierzehn Nothelfer
  6. 1669: Brand in der Windgasse
  7. 1865: Großfeuer vom 6. Mai
  8. 1888: Eröffnung der Bahnlinie
  9. 1950: erster Sprung auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze

Diese Jahreszahlen sind Eckpunkte, hinter denen weitere Ereignisse stehen. Hinzu kommt manches, das in keiner Zeitleiste auftaucht. Auch dunkle Kapitel gehören dazu: Im 16. Jahrhundert wurde in Oberstdorf der Hirte Chonrad Stoeckhlin wegen Hexerei angeklagt und 1587 hingerichtet, und während der Reformation fasste die Täuferbewegung in der Gegend Fuß, deren Anhänger verfolgt wurden. Protestanten wurden über Jahrhunderte nicht geduldet, der erste evangelische Gottesdienst für Kurgäste fand erst 1873 statt. Das Beispiel zeigt, wie sehr der Tourismus den Ort öffnete: Mit den Kurgästen kamen Menschen anderer Konfession, und die Gemeinde musste mit ihnen leben. 1942 entstand schließlich eine eigene evangelische Pfarrgemeinde, und 1971 richtete die katholische Pfarrei eine dauerhafte Seelsorge für Gäste ein. 1814 etwa richtete der Staat am Zollhäusle eine Zollstation ein, die den Handel mit dem Kleinwalsertal regelte und bis 1890 bestand. 1856 ließ Prinz Luitpold ein Jagdhaus erbauen, ein Zeichen dafür, dass die Berge um Oberstdorf schon vor der Bahn Besucher aus der Oberschicht anzogen. Die Liste verrät außerdem, wie dicht die schriftlich festgehaltenen Ereignisse im 19. und 20. Jahrhundert aufeinanderfolgen, während im Mittelalter häufig Jahrhunderte zwischen zwei Daten liegen.

Pest, Feuer und Wiederaufbau im 17. Jahrhundert

Das 17. Jahrhundert brachte Schrecken und Neubau. 1634 forderte die Pest in der Pfarrei Oberstdorf rund 700 Tote. Als die Seuche endete, wurde 1638 die Kapelle der Vierzehn Nothelfer errichtet, und 1643 entstand der Loretoweg mit zehn Stationen. Beide Bauten hängen mit dem Gelübde nach der Seuche zusammen und zeigen, wie stark der Glaube das Leben der Menschen bestimmte.

Schon 1619 hatte der Ort ein Altes Rathaus erhalten, das den Anspruch der Marktgemeinde unterstrich. 1669 zerstörte ein Brand in der Windgasse 20 Anwesen, die bis Ende des Jahrhunderts wieder aufgebaut waren. Feuer gehörte zur Geschichte der Holzbauten, in denen Küchenherde und Heustöcke eng beieinander standen. Dass der Ort sich nach jedem Brand erholte, zeigt seine wirtschaftliche Stärke. Das Bergdorf Gerstruben im Dietersbachtal blieb von der Pest verschont. 1735 entstand der Kreuzgang an der Kirche, 1803 das Schulhaus, das heute als Rathaus dient. Aus dieser Zeit stammen mehrere Bauten, die den Ortskern bis heute prägen. Das Dorf wuchs in kleinen Schritten, und jeder Neubau fügte der Ortsmitte einen weiteren Baustein hinzu. Kirche, Kapellen, Gericht und Markt bildeten ein Gefüge, in dem sich das Leben der Gemeinde Tag für Tag abspielte, vom Sonntagsgottesdienst bis zum Markttag.

6. Mai 1865 der Ort brennt

Das Großfeuer vom 6. Mai 1865 ist der tiefste Einschnitt in der Ortsgeschichte. Von 308 Häusern wurden 146 zerstört, das sind rund 47 Prozent, außerdem Kirche und Rathaus. Als einziges größeres Gebäude überstand das Köcherlehaus aus dem 17. Jahrhundert die Flammen, in dem heute das Heimatmuseum untergebracht ist.

Der Wiederaufbau ging zügig voran, obwohl der Verlust groß war. Schon 1866 und 1867 wurde die Kirche neu errichtet und erweitert, und auch das zerstörte Rathaus bekam einen Nachfolger. Das Ortsbild wurde damit neu geprägt. Im Zentrum stehen deshalb überwiegend Bauten aus der Zeit nach 1865, zwischen denen einzelne ältere Häuser erhalten blieben. Für ein Dorf von gut 300 Häusern bedeutete der Verlust fast der Hälfte, dass die gesamte Gemeinde zusammenrücken musste und viele Familien für Monate bei Nachbarn oder Verwandten unterkamen. Die Katastrophe wurde zur Grundlage des modernen Ortsbildes. Wo vorher Holzhäuser dicht an dicht standen, entstand ein Zentrum, das Gäste später als offen und gepflegt empfanden, und der Wandel hatte Folgen für Gewerbe, Gastwirtschaft und Handwerk. Dass der Ort nach 1865 nicht aufgab, sondern in wenigen Jahren Kirche und Schulhaus neu errichtete, zeugt vom Willen der Bewohner, in ihrem Tal zu bleiben.

Bahn, Kur und Sport ab 1888

1888 erreichte die Eisenbahn Oberstdorf und beendete die Abgeschiedenheit. Der Ort entwickelte sich zum Urlaubsziel, weil Gäste nun bequem anreisen konnten: 1873 gab es schon einen ersten evangelischen Gottesdienst für Kurgäste, 1899 eröffnete das Parkhotel Prinz Luitpold, und 1905 entstand die evangelische Christuskirche. 1925 wurde der Lindenacker zum Kurpark, und 1962 öffnete das Kurhaus.

Parallel wuchs der Wintersport. 1925 wurde die Skisprunganlage eröffnet, 1950 folgte die Heini-Klopfer-Skiflugschanze, deren erster Sprung am 2. Februar 1950 stattfand. Nordische Skiweltmeisterschaften kamen 1987, 2005 und 2021, und 1970 ging ein Sturz des Skifliegers Vinko Bogataj um die Welt. Zwischen dem Bahnanschluss und der letzten Weltmeisterschaft liegen 133 Jahre, in denen aus einem Bergdorf ein internationales Ziel wurde. Auch die Literatur fand den Ort: Die Schriftstellerin Gertrud von Le Fort lebte ab 1925 in Oberstdorf und blieb dort bis zu ihrem Tod. Im Zweiten Weltkrieg diente das Gebirge der Ausbildung von Gebirgsjägern, und am Kriegsende waren französische und marokkanische Truppen im Ort stationiert. Nach 1945 setzte sich der Aufstieg zum Urlaubs- und Wintersportort fort, mit Kurhaus, Schanzen und Bahnen als Wahrzeichen, die das Bild des Ortes heute bestimmen.

Was die Geschichte für den Ort heute bedeutet

Die Geschichte bleibt in Oberstdorf greifbar, und wer sie sucht, findet sie an vielen Stellen. Das Heimatmuseum zeigt in den Räumen eines Bauernhauses das Leben und Arbeiten im 19. Jahrhundert, die Alpwirtschaft und den Tourismus. Das Alte Rathaus und die Pfarrkirche stehen im Zentrum, und mehrere Ortsteile tragen eigene alte Namen, darunter Schöllang und Tiefenbach. Mit den Jahreszahlen im Kopf lässt sich der Ort wie ein Buch lesen: Das Marktrecht stammt von 1495, die Kirche in ihrer heutigen Form von 1866, die Schanzen gehören zum 20. Jahrhundert.

Zugleich ist die Entwicklung nicht abgeschlossen. Der Ort liegt mit 815 Metern am südlichsten Rand Deutschlands, hat 9.289 Einwohner und verbindet Landwirtschaft, Kur und Sport miteinander. Von der ersten Nennung 1141 bis heute sind 885 Jahre vergangen, und in dieser Zeitspanne hat der Ort mehrfach neu angefangen: nach Pest, nach Bränden, nach der Anbindung an die Bahn und nach dem Siegeszug des Wintersports. Dieser Wandel erklärt, warum alte Bauernhäuser, Kurhotels und Schanzen heute nebeneinander stehen. Das Heimatmuseum ist seit 1932 im Köcherlehaus untergebracht. Dass Oberstdorf trotz Bränden, Seuchen und Umbrüchen seinen Platz behauptet hat, liegt an der Lage zwischen Tal und Bergen, die immer wieder neue Aufgaben stellte und neue Besucher anzog.

Wann brannte Oberstdorf ab?
Das große Feuer brach am 6. Mai 1865 aus und vernichtete fast die Hälfte der Häuser sowie Kirche und Rathaus. Der Wiederaufbau der Kirche folgte in den beiden Jahren danach.
Seit wann ist Oberstdorf mit der Bahn erreichbar?
Die Bahnlinie wurde 1888 eröffnet. Die Linie beendete die Abgeschiedenheit des Ortes und machte ihn zu einem Urlaubsziel.